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Kfz Schaden

Musterurteile zum Kfz Schaden in der Kfz Versicherung.
Kfz Versicherung Auto Unfall - Kfz Schaden
Kfz Haftpflicht
Urteile zum Kfz Schaden - Kfz Versicherung:
Kfz Schaden: Nutzungsausfall - PKW /Motorrad
Kfz Schaden: Eigener PKW geschädigt durch Firmenfahrzeug
Kfz Schaden: Schädigung der Insassen - Fahrer betrunken
Kfz Schaden: Fahrer betrunken - Beifahrer mitschuldig
Kfz Schaden: Spätfolgen
Kfz Schaden: Wer auffährt - hat Schuld?
Kfz Schaden: Auffahren durch Ausbremsung
Kfz Schaden: Nutzungsausfall - 168 Tage
Kfz Schaden: Gegenseitiges mitnehmen - Gefälligkeitsfahrt?
Kfz Schaden: Reparatur in Billigwerkstatt?
Kfz Schaden: Trotz Vorfahrt - Hineintasten
Kfz Schaden: Autotür
Kfz Schaden: verlängerter Nutzungsausfall - durch Schadensprüfung
Kfz Schaden: Keine Entschädigung bei Suizid
Kfz Schaden: Regulierung auch ohne Einverständnis
Kfz Schaden: Unter Eheleuten
Kfz Schaden: Gutachterkosten
Kfz Schaden: Frist für Schadensregulierung
Auto Unfall: Vollbremsung - Kein Schleudertrauma
Wer unverschuldet in einen Verkehrsunfall gewickelt wurde,
hat Anspruch auf einen Mietwagen oder einen Nutzungsausfall
während der Dauer der Reparatur.Schadenschilderung:
Ein Motorroller wurde bei einem Unfall beschädigt, es gab
Schwierigkeiten bei der Ersatzteilbeschaffung, die Reparatur
dauerte dadurch insgesamt 70 Tage. Der Geschädigte verlangte
dafür pro Tag 18€ Nutzungsausfallentschädigung. Das Gericht
gab ihm Recht. Begründung: Kann der Geschädigte nicht nachweisen,
dass eine schnellere Widerherstellung oder eine Notreparatur möglich
gewesen wäre, muss der Nutzungsausfall auch über einen längeren
Zeitraum gezahlt werden, Voraussetzung ist aber, dass die Kosten
nicht unverhältnismäßig hoch sind. AG Gifhorn, Az. 13 C 1563/05
Ein Arbeitnehmer, dessen eigener PKW auf dem Firmengelände abgestellt war,
fuhr mit einem Firmen-LKW incl. Anhänger an seinem geparkten Fahrzeug vorbei,
als sich der Anhänger vom LKW löste, versehentlich entstand dabei ein Kfz Schaden an seinem Fahrzeug.
In diesem Fall muss die Kfz-Haftpflichtversicherung der Firma
für den Kfz Schaden aufkommen. Landgericht Dortmund 4 S 23/06
Ein betrunkener Fahrer befördert 3 unangeschnallte Insassen. Bei einem
Unfall werden die Mitfahrer verletzt und verlangen von der
Autohaftpflichtversicherung des Fahrers die Erstattung der Krankenhauskosten.
Der Anspruch wurde abgewiesen mit der Begründung, dass Sie sich einem betrunkenen
Fahrer nicht hätten anvertrauen dürfen, dazu noch ohne Sicherheitsgurt. OLG Frankfurt/M. 15 U 97/94
Wird ein Beifahrer durch einen Autounfall verletzt, dessen Fahrer offensichtlich betrunken ist, hat er sich ein erhebliches Mitverschulden anzulasten und erhält weniger
Schmerzensgeld. OLG Koblenz Az. 12 U 958/04
Auch wenn Herzprobleme als Folge eines Autounfalls
erst sieben Jahre später auftreten, kann der Unfallverursacher noch zu
Schmerzensgeld verdonnert werden. Landgericht Kaiserslautern, 2 O 333/01
Ja, wenn der Auffahrende den Unfall verursacht hat, weil er einen zu geringen Sicherheits
abstand eingehalten, eine zu hohe Geschwindigkeit hatte oder der Unfall durch
mangelnde Aufmerksamkeit entstanden ist. Sollte aber ein Vordermann an einer Ampel erst losfahren und
dann völlig unbegründet eine Vollbremsung durchführen, ist dieser selbst an seinem Kfz Schaden schuld und dem
Auffahrenden kann auch keine Mithaftung angelastet werden. KG Berlin, AZ. 22 U 224/06
In vollem Umfang für den Kfz Schaden haften, muss ein Autofahrer, der nach dem Einscheren, um ein verkehrsgerechtes Verhalten zu erzwingen, so abgebremst hat, dass der Überholte auffuhr. OLG Düsseldorf, Az. 1 U 91/05
Als schuldloser Unfallgegner hat man für den erlittenen Kfz Schaden, Anspruch auf einen Ersatzwagen oder einen Nutzungsausfall bis zur vollständigen Regulierung des Schadens einschl. der Zeit, die der Sachverständige
für die Widerbeschaffung veranschlagt hat, wenn das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit ist.
Kann man nachweisen, dass man wirtschaftlich nicht in der Lage dazu ist sich ein Ersatzfahrzeug anzuschaffen oder eine Notreparatur an seinem Fahrzeug
durchführen zu lassen, kann der Nutzungsausfall der Versicherung teuer zu stehen kommen, wenn diese sich mit der Regulierung des Schadens zu lange Zeit lässt.
In diesem Fall musste die Versicherung den Nutzungsausfall für 168 Tage bezahlen.
AG Essen, AZ. 29 C 49/06
Es handelt sich nicht unbedingt um eine bloße Gefälligkeitsfahrt, wenn sich erwachsene Schüler abwechselnd im PKW mitnehmen. Wenn dann die Beifahrerin einen Unfall grob
fahrlässig herbeiführt, ist der Schmerzensgeldanspruch trotzdem berechtigt und kann nicht gekürzt werden. Nur bei einer reinen Gefälligkeitsfahrt kann der Anspruch gekürzt werden.
Brandenburgisches OLG Az. 12 U 244/06
Nach einem schuldlos verursachten Unfall, muss der Geschädigte den Kfz Schaden nicht in einer "Billigwerkstatt" reparieren lassen, sondern hat einen Anspruch auf Reparatur in
einer Markenwerkstatt, die der Versicherer übernehmen muss. Laut Urteil könnte eine dort durchgeführte Reparatur den Wiederverkaufswert mindern.
LG Coburg Az. 32 S 83/07
Trotz Vorfahrtsrecht muss man sich in eine schlecht einsehbare Kreuzung (z. B. durch Pflanzen) hineintasten und nicht auf sein Vorfahrtsrecht beharren. Ein Mopedfahrer bekam
dadurch eine 40%ige Mitschuld.
OLG Rostock, Az. 8 U 40/06
Ein Autofahrer suchte, während seine Fahrertür offen stand, seine Schlüssel im Auto. Als ein anderes Auto seine Tür streifte, bekam er keinen Schadensersatz für den entstandenen Kfz Schaden mit der Begründung, dass die Tür nicht
länger als nötig offen stehen darf und er von der Beifahrerseite aus hätte suchen müssen.
KG Berlin, Az. 12 U 185/08
Die Kfz Versicherung des Unfallgegners brauchte insgesamt 83 Tage um den Kfz Schaden zu klären - solange konnte der Geschädigte dadurch auch sein Fahrzeug nicht nutzen. Die eigentliche Reparatur des Fahrzeugs
dauerte nur 17 Tage und nur für diese Zeit wollte die Versicherung eine Nutzungsausfallentschädigung bezahlen mit der Begründung, dass der Geschädigte in der Zwischenzeit auch seine
Vollkasko hätte in Anspruch nehmen können. Da dem Geschädigten diese Möglichkeit aber von der Versicherung nicht ausdrücklich - incl. den damit verbundenen Nachteilen - mitgeteilt wurde, hatte der Geschädigte
auch nicht seine Schadenminderungspflicht verletzt und erhält zu Recht den vollen Nutzungsausfall erstattet.
AG Köln, Az. 261 C 194/08
Die Kfz Haftpflichtversicherung ist von der Leistung frei, wenn ein Kfz Schaden vorsätzlich herbeigeführt wird, dies trifft auch auf eine Suizidabsicht mit einem Kraftfahrzeug zu, insbesondere dann, wenn sich
herausstellt, dass der Suizidgefährdete die Schädigung eines entgegenkommenden Fahrzeugs billigend in Kauf genommen hat. In diesem Fall war es eindeutig, dass der Unfall in Suizidabsicht herbeigeführt wurde, weil der Todesfahrer zuvor seine Freundin getötet und sein Haus
angezündet hatte.
OLG Oldenburg, Az. 6 U 143/09
Obwohl sich der Versicherungsnehmer seiner Kfz Versicherung gegen eine Regulierung des Kfz Schadens aussprach, weil dieser sich unschuldig fühlte, bezahlte die Kfz Versicherung. Die Fahrerin hatte
einen Auffahrunfall gegen ein plötzlich bremsendes Taxi verursacht. Die Richter entschieden, dass die Versicherung auch ohne Zustimmung des Versicherungsnehmers den Kfz Schaden regulieren darf.
LG Coburg, Az. 32 S 15/09
Die Kfz Haftpflicht zahlt nicht für einen Kfz Schaden unter Eheleuten, wenn sich zwei Fahrzeuge in der Familie befinden und z. B. der Ehemann gleichzeitig auch für beide Fahrzeuge der Versicherungsnehmer ist und dessen
Ehefrau mit einem von beiden den anderen PKW beschädigt.
BGH Az. IV ZR 313/06
Die Gutachterkosten für den Unfallgegner bei einem Kfz Schaden müssen von der Kfz Haftpflicht nur dann erstattet werden, wenn der Schaden über 700 € liegt und somit kein sog. Bagatellschaden mehr ist.
In diesem Fall lag der Schaden bei 718 €.
LG Coburg, Az. 33 S. 36/07
Um einen Kfz Schaden zu prüfen und zu regulieren, ist der gegnerischen Kfz Versicherung ein Zeitraum von bis zu 6 Wochen einzuräumen. Will man die Versicherung vor Ablauf dieser Zeit, gerichtlich
dazu zwingen, den Schaden vollständig zu regulieren, bleibt man möglicherweise - wie in diesem Fall - an den verursachten Verfahrenskosten in Höhe von 4.000 € hängen, zumal der Versicherer
diesbezüglich auch schon einen großen Teil überwiesen hatte.
OLG Düsseldorf, Az. I-1 W 23/07
Ist man gezwungen eine Vollbremsung aufgrund des Fahrverhaltens seines Vordermannes durchzuführen, um eine Kollision und einen Kfz Schaden zu vermeiden, hat man keinen Anspruch auf Schmerzensgeld - weder für ein Schleudertrauma, noch für eine Psychose -
Gutachter widerlegten, dass beides nicht durch ein solches Ereignis eintreten kann.
LG Würzburg, Az. 52 S 667/06
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